| AoLai.de |
Letzte Aktualisierung: 24.
Juni, 2003 | Seite
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Was ist AoLai.de? Für die Freunde weniger Worte: Ao-Lai ist ein chinesisch / japanisches Fantasy-Reich das von ca. 20 Personen erdacht und ständig weiterentwickelt wird. Es ist Teil der Welt Magira und des Vereins Follow. Filme wie "Chinese Ghoststory" oder "Tiger and Dragon" (und "Hero") helfen ebenso dabei einen Eindruck zu bekommen wie auch Romane um die fiktiven Personen "Richter Di" oder "Meister Li". Die Jadefamilie simuliert eine Kultur, die sich aus Elementen der chinesischen Geschichte und Mythologie zusammensetzt. In dieser Kultur stellt die Jadefamilie einen Kampfsportschule dar, die gleichzeitig eine Geheimgesellschaft , ein sogenannter Tong, ist. Die Rahmen der Gruppe ist Platz für viele Aktivitäten. Fantasy-Literatur und Filme, Rollenspiele und Armageddon, Cons usw... |
Kurzeinführung in das Fantasyreich Ao-Lai...
Mhui Thai, Ihr Freunde eines vollen Bechers,
hört nun das Leid eines armen Zechers.
Der Sheng, Hou halte seine Schale randvoll des besten Weines, beliebte erneut in seiner Gnade, dem Abt des Klosters zum "steinernen Affen", eine Aufgabe zu überlassen. Und wieder war die Freude und Aufregung in den Mauern des Klosters groß ob dieser Ehre.
Doch dem eingeweihten Leser mag dieser Beginn der Geschichte bekannt vorkommen. Und tatsächlich geben ihm die Götter des Schicksals recht mit seinem Urteil. Denn wieder bin ich es, der bedauernswerte Yin Xing, der ausersehen wurde, die verantwortungsvolle Aufgabe zu vollbringen, dem Uneingeweihten einen kleinen Einblick in die Kultur unseres Volkes zu vermitteln. Nicht mehr jedoch schwinge ich den Besen und verrichte die niedersten Dienste innerhalb der Klostermauern. In den letzten fünf Jahren ist es mir, trotz meiner gelegentlichen Ausflüge in die Welt des Trunkes, gelungen, die zweite Kammer zu erreichen. Doch genug nun, von den kleinlichen Problemen dieser nichtswürdigen Person. Mit feuchtem Pinsel und leerer Schale beginne ich mein Tagwerk.
Die Geschichte unseres Volkes beginnt in grauer Vorzeit, als Ao-Lai noch ein kleiner Kontinent war und seine Bewohner in Stämmen und Frieden lebten. Dann, eines Tages löste sich ein Funke aus dem Himmelspalast der Götter und stürzte auf das Land. Nur ein kleiner Gott, Hou der Affe, stellte sich der fallenden Dämonin Sternstein in den Weg. Doch konnte er die Zerschmetterung des Landes nicht verhindern. Übrig blieben eine Reihe sich unregelmäßig bewegender Inseln und die Verehrung der überlebenden Bewohner für ihren einzigen Gott - Hou den Affen.
Es dauerte Jahrhunderte, bis es einem Herrscher gelang, die Macht über Ao-Lai an sich zu reißen. Er begründete eine Dynastie, die über eine lange Zeit mit Furcht und Schrecken herrschte. Den Herrschern zur Seite standen mächtige Zauberer, die sich der Kräfte der Splitter bedienten, die vom zerschmetterten Körper Sternsteins auf den Inseln zerstreut waren. Mit diesen Splittern konnten sie sich der Kräfte der Dämonen bedienen. Und wieder dauerte es eine lange Zeit, bis es den Rebellen, angeführt von den Priestern des Hou und den Spezialisten der Schatten der Nacht gelang, die Herrschaft der bösen Kräfte zu brechen. Und doch wäre es nicht gelungen, hätten nicht zwei zusätzliche Faktoren geholfen. Aus den Weiten des Endlosen Ozeans erschien eine Flotte aus dem fernen Ala-Byon, die vor der hereinbrechenden Finsternis geflohen war, und sich in den Kampf auf Seiten der Rebellen einmischte und schließlich griff Hou selbst in die Schlacht ein. Allen diesen Kräften gelang es vereint, den Kampf zu gewinnen und so endete die Zeit Sternsteins.
In heutiger Zeit, tausend Jahre nach diesen aufregenden Ereignissen, herrscht Frieden in Ao-Lai. Regiert werden die Inseln von den Priestern des Hou, dem Affengott, dem sich die Ao-Lai als einzigem Bewohner des Himmelspalastes verbunden fühlen. Unterstützt wird die Priesterschaft von Adligen und Beamten, die Verwaltung und Rechtsprechung in Händen halten.
Einige der wenigen Fremden im Land sind der Meinung, daß sie uns nur an der Kleidung unterscheiden können, aber sie seien versichert, daß uns dies mit ihnen am Anfang ebenso erging. Doch ist es eher eine Frage der Gewohnheit. Die Menschen in Ao-Lai haben eine gelbe Hautfarbe und zumeist schwarze Haare. In den Augen einer schönen Frau sind schon Legionen Männer versunken. Aber ich schweife ab. Die Familie ist die Basis des Gemeinwesens und fördert so einen starken Zusammenhalt zwischen den Menschen. Wer seine Familie verläßt, begibt sich normalerweise in den Schutz einer anderen Gemeinschaft, sei es die Priesterschaft oder die Jadefamilie.
Die Jadefamilie oder auch die Con Khi Gia'Dhin (Familie des Affen) ist eine Kampfsportvereinigung, die unter anderem zum Zweck der Verehrung von Hou gegründet wurde. Im magischen Zeitalter organisierten die Mitglieder der Jadefamilie den letztendlich siegreichen Aufstand gegen die Herrschaft der Tyrannen. Die Familie des Affen wird vom Sheng geleitet, der gleichzeitig auch der oberste Abt von Ao-Lai ist. Zur Jadefamilie hat jeder Zugang, der die Voraussetzungen erfüllt, der Stand oder Beruf des Einzelnen ist dabei völlig gleichgültig. Jedes Jahr finden Wettkämpfe zu Ehren Hou's statt, wobei der Gewinner das Recht erhält, in die Jadefamilie aufgenommen zu werden. Eine weitere Möglichkeit der Aufnahme ist die Empfehlung eines Prüflings durch die Äbte.
Der Sheng als Führer der Jadefamilie und oberster Abt ist bei genauerer Betrachtung der eigentliche Herrscher über Ao-Lai. Wenn er auch die Führung seines Reiches nicht direkt im Glanz und der Glorie eines feudalen Fürsten ausübt, so ist seine führende Hand doch durch die Verwaltung der Klöster, Adligen und Beamten zu spüren.
Sieht der Sheng die Zeit für gekommen, einen Nachfolger zu bestimmen, zieht er sich in die Meditationshalle des Klosters zurück. Hier, in der Stille und Abgeschiedenheit seiner eigenen Gedanken offenbart sich ihm der Name dessen, der ihm nachfolgen wird. Der Anwärter wird - so er nicht bereits zu den Mitgliedern zählt - in die Jadefamilie berufen und muß sich seinen Weg an die Spitze erkämpfen. Manch einer fürchtete die Last dieser Bestimmung und weigerte sich, den Weg anzutreten. Doch kann niemand seinem Schicksal entfliehen, dessen Gedanken und Gefühle eins bleiben sollten. Der Weg, den der Anwärter zurücklegen muß ist lang und steinig und mit einem unmerklich Lernprozeß verbunden, der ihn schließlich befähigt, den alten Sheng abzulösen. Diesen Weg mag er als einfacher Mann, Beamter, Mönch oder was auch immer beginnen - an seinem Ende ist er der neue Sheng, oberster Abt und Herrscher über Ao-Lai.
Auf keinem Friedhof des Reiches ist ein Abt begraben. Ist seine Zeit gekommen, macht er sich auf die Reise zum Fünf-Finger-Berg, um seine letzte Ruhe zu finden. Dieser Berg steht in dem Ruf, mystischen Ursprungs zu sein, denn unter seinem Fundament reifte Hou vom aufmüpfigen Unsterblichen zum Gott.
Auch die Elitekrieger der "Schatten der Nacht" gingen ursprünglich aus der Jadefamilie hervor, da diese ein Gegengewicht zu der Geheimpolizei der Tyrannen benötigte. Sie wurden den in sie gesetzten Erwartungen mehr als gerecht und so existieren auch heute noch Familien, die ihren Angehörigen und Schülern die geheimen Kenntnisse der Schattenkrieger vermitteln. Ihre Existenz ist weitgehend unbekannt und so stützen sich die Geschichten über sie eher auf Gerüchte und übertriebene Berichte von spektakulären Aktionen gegen Piraten und anderem Gesindel, als auf realem Wissen.
Neben der Kampfkunst sind auch Musik, Malerei und Weberei in Ao-Lai weit verbreitet. Nicht zu vergessen, die Kunst der Geschichtenerzähler, die mit ihren Sagen und Heldenlegenden die Erinnerungen an große Taten in den Zeiten der Not aufrechterhalten. Die Kunst der Medizin ist fortschrittlich, wenn auch Operationen am geöffneten Körper verboten sind.
Die Ausübung der "Kunst der Magie" wird zum Glück streng geahndet, denn wiewohl sie in der Lage sein mag, Segnungen über die Menschen zu bringen, sind noch immer Splitter des Sternsteins auf den Inseln zu finden und die Erinnerung an die Greuel die von Sternsteinmagiern ausgeführt wurden, sind noch immer lebendig. Doch sind Sternsteine und Magier nicht die einzigen Gefahren, denen sich ein Ao-Laier gegenübersehen kann. Piraten treiben ihr Unwesen zwischen den Inseln und die Geister der Ahnen vermögen einem nichtswürdigen Nachkommen ebenso das Leben schwer zu machen wie Dämonen oder die listigen Tiergeister.
Zum Ende dieses kurzen Ausflugs nach Ao-Lai (dem Berg der Blumen und Früchte) muß ich wohl noch einige Worte über das Land selbst verlieren. Das Inselreich liegt im Endlosen Ozean, südlich der Alten Welt und ist durch seine Lage und durch gefährliche Riffe und Strudel in seinen äußeren Bereichen, so gut wie isoliert vom Rest der Welt. Die Seefahrt zwischen den sich bewegenden Inseln ist schwierig und nicht ohne Gefahr. Auf den Inseln kommen alle bekannten Geländeformen vor, es dominiert jedoch das Hochland. Dies erklärt, warum trotz der Nähe zum Äquator und trotz der subtropischen Ebenen ein gemäßigtes Klima vorherrscht.
Diesen Bericht schrieb Yin Xing, Mönch im
Kloster des steinernen Affen
Harald Zubrod
Über Follow
Ontologisches oder Follow, der Clan und Magira
Das Folgende sollte jedem Follower genauestens bewusst sein, und ist es meiner Beobachtung nach ebenso bedauernswerter wie interessanterweise zuweilen nicht und erschreckenderweise, bei seltenen Exemplaren, überhaupt nicht.
Nun wird es interessant: Die Clanmitglieder simulieren ein ausgehecktes Volk, Stamm oder Rasse auf einer ausgeheckten Fantasywelt namens Magira. Noch einmal: Die Völker Magiras werden von den "Clans" in Follow simuliert. Unser Volk heißt „Die Jadefamilie“. Stammesangehörige sind oder waren: Lao Sheng, Xiu Xing, YITU!, Dalieh Jiushi, Chiang Lung, Jubei, Wu Wei Xiande oder auch Yuan Wei.
Das alles bedeutet, das sich Vereinsmitglieder wie Hinz, Kunz und Heinz und Anni und Barbara und Nicole zuweilen im Jahr auf irgendeiner Burg oder in einer Jugendherberge treffen, sich fantastische, zumeist selbstgeschneiderte Gewänder anziehen, sich mit Gorbad, Rodulf und Tetsuo und Thorgerd und Anicara und Tendenda anreden und dabei so tun, als befänden sie sich auf einer mythischen Burg oder Lager in einer sagenhaften Welt voller sichtbarer Magie.
Es macht einen der Zauber Follows aus, das es mit länger werdendem Aufenthalt und Alkoholkonsum in so einem Fest es zu schleichenden Verwechslungen zwischen fact und fancy kommen muß.
Und genau jetzt fongen die Bröseln ober an, wie der Wiener sagt. Denn immer dann, wenn es zu wirklich schmerzenden, heißen Streitereien zwischen Followern kommt, ist eine, wie Hanke P. es einmal treffend genannt, Verwechslung der Ebenen zu beobachten:
Das heißt: wenn Hinz und Kunz streiten, könnte Gorbad Rodulf hassen. Umgekehrt, und das ist der häufigere Fall: Wenn der Magiraner Rodulf sich von Gorbad in der Welt der Phantome beleidigt fühlt, kann in der Welt der Menschen Kunz Hinz anbrüllen und ihm die Freundschaft kündigen, weil Kunz glaubt, Hinz wollte ihn beleidigen. Dabei waren es Rodulf und Gorbad, die einander etwas antaten, beide als lebende Teile eines Spiels – denn nichts anderes ist ein gemeinnütziger Fantasyverein.
Man kann jetzt an dieser Stelle lachen. Es kann aber sinnvoll sein, darüber nachzudenken, ob man nicht selbst schon einmal über seine eigenen Gefühle gestolpert ist.
Originaltext: Markus Christopher Wicke
Adaptiert für AoLai.de: Gerhard Schröder
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